Post Stockum

Tja, im Werfen, wie in den meisten sportlichen Betätigungen, war ich noch nie gut. Und mein Stöckchen muss irgendwie voll in die Binsen gegangen sein, denn es ist definitiv nicht da gelandet, wo ich es hingeworfen hatte. Aber erfreulicherweise hat Ferdi vom gleichnamigen Blog das Stöckchen im Unterholz gefunden und aufgehoben. Vielen Dank dafür.

Das Holz fliegt tief

Ich kannte bislang nur das Hütchenspiel, aber allem Anschein nach gibt es auch ein Stöckchenspiel.* Dabei geht es darum, dass ein Blogger einem anderen Blogger ein Stöckchen zuwirft, dass dieser aufnehmen und jemand anderem zuwerfen kann. Das Ziel ist es dabei, für eine stärkere Vernetzung der Blogs untereinander zu sorgen – und natürlich Spaß zu haben.

Das Stöckchen besteht aus Fragen, die der Werfer stellt und der Fänger beantwortet. So weit, so gut. Bis gestern Nachmittag hatte ich davon noch nie gehört. Dann hat der Müller mir eines zugeworfen. Nicht irgendein Müller, sondern der Müller Manfred. Da würde ich es natürlich nie wagen, das Stöckchen einfach liegen zu lassen und das Risiko einzugehen, dass ein ungezogener Hund sich das schnappt, in eine Stille Ecke trägt und dann darauf herumbeißt. Daher also jetzt:

Blog-Stöckchen: 5 Fragen, 5 Antworten

5 Antworten

In der Nähe, nur ein paar Lichtjahre entfernt, wurde ein erdähnlicher Exoplanet gefunden. Leute mit Deiner Qualifikation werden gesucht. Es gibt kein Rückflugticket. Bist Du dabei?

Auf die Ausschreibung einer Stelle für Weltraumexpeditionsteilnehmer mit der Qualifikation »unsportlicher, universitär diplomierter Sozialpädagoge der als Quereinsteiger in der Software-Entwicklung tätig ist« warte ich schon lange. Prinzipiell würde ich also sofort ins Raumschiff steigen. (Ich gehe davon aus, dass es sich zum Wohle der geistigen Gesundheit der Expeditionsteilnehmer, sowie aus rein praktischen Gründen beim Aufbau der Kolonie, um ein Bring-Your-Family-To-Work-Raumschiff handelt.)

Was schätzt Du: Wie oft am Tag lügst Du?

17 Mal, inklusive dieser Antwort.

Welches Gesetz würdest Du sofort abschaffen?

Da fällt mir so spontan keines ein, auch wenn natürlich (gerade aus den Vereinigten Staaten beispielsweise) eine ganze Reihe absurder Gesetze bekannt sind. Aber für eines von denen möchte ich meinen einen Schuss sicherlich nicht vergeuden.

Schöner wäre es, ein Gesetz erlassen zu dürfen. Nämlich das, dass alle Gesetze fortan nur für jeweils fünf Jahre gültig sind und danach daraufhin überprüft werden müssen, ob sie die gesellschaftliche Realität noch angemessen abbilden.

Das würde möglicherweise eine ganze Reihe absurder Gesetze verhindern.

Natürlich bleibt die Frage, wer eine solche Überprüfung vornimmt. Bei der gewählten Legislative hat man ja leider zu oft den Eindruck, dass sie in die gesellschaftliche Realität wenig Einblick hat.

Wie weit muß Toleranz gehen?

Schwierige Frage. Komme ich jetzt mit dem ollen Kant? Wäre nicht sonderlich originell, oder? Also einen eigenen Ansatz suchen. Lässt sich die Frage ohne Nebenfragen überhaupt beantworten, z. B.: Wie weit darf Toleranz gehen? Ist Toleranz nicht zwangsläufig mit Respekt und Rücksichtnahme des Tolerierten gegenüber den Tolerierenden verbunden? Wo ist die Grenze zwischen Toleranz, Akzeptanz und Ignoranz? All das sind Fragen, deren Beantwortung ich mir wohl für eine etwaige geisteswissenschaftliche Promotion aufspare. (Aber erst einmal kümmere ich mich um das aktuelle Studium.) Ich hoffe, der Müller ist tolerant genug, diese Antwort zu akzeptieren.

Ihr seid 5 Abenteurer im Nordschwarzwald. Eines Morgens wacht ihr auf. Ihr habt Kopfschmerzen, eure Taschen sind leer und ihr habt noch eine Flasche Bier. Was tut ihr?

Als Hochtiefzwerg hat Flumbo +7 auf schmerzresistent, also hat er wohl kein Problem. Wir versprechen ihm das Bier, wenn er uns dafür unsere Ausrüstung wiederbeschafft. Er beißt sich aus einem herumliegenden Stein eine Axt und setzt sich auf die Fährte der sieben Goblins, die sich uns am gestrigen Abend »ergeben« und uns ihren selbstgebrannten Tannenharzer als Reparation angeboten haben.

Während Flumbo unterwegs ist, sucht Schönelfe Giovanna einige Kräuter, die unsere Schmerzen lindern sollen. Trollbardin Pralowik sucht währenddessen einen Fluss (sie hat den größten Kopf, kann also in ihrem geflügelten Helm am meisten Wasser heranschaffen, um der Dehyrdierung entgegenzuwirken). Hilfsschulmagier Poryy schafft es in der Zwischenzeit gerade so, sich an die Erstsemesterlehrgänge an seiner Akademie zu erinnern und mit Hilfe eines eigentlich zur Dämonenabwehr gedachten Spruches ein Feuer zu entzünden.

So sind wir nach einigen Stunden durch die schmackhafte Kräuterbrühe von unseren Kopfschmerzen geheilt (noch schneller wäre es gegangen, hätte Giovanna bei der Zubereitung nicht elbisch gesungen – davon platzt uns eines Tages noch der Schädel). Auch Flumbo kehrt kurze Zeit darauf mit unserer Ausrüstung zurück. Ich schicke ihn mit Pralowik und Poryy aus, etwas schwarzwälder Schinken am Stück (selbstverständlich mit zugehörigem Wildschwein) und nutze die Zwischenzeit, um mit Giovanna … Karten zu spielen.

Am späten Nachmittag machen wir uns dann ausgeruht und gestärkt auf die Suche nach einer Gruppe Goblins/Orks/Räuber/sonstigen Gesocks, denen wir eine Reparation für den Abend abringen können. Und am nächsten Morgen dann …

5 Fragen

  • Eines Morgens liegt sie ausgebreitet vor dir: die Kausalstruktur des Universums. Und du kannst nicht nur jedes einzelne Teilchen vom Urknall bis zum endgültigen Ende nachverfolgen, du kannst sie auch beliebig manipulieren. In welche fiktive Welt eines phantastischen Werkes würdest du unser Universum überführen?
  • Von welchem (existierenden) Buch wünscht du dir, dass du es geschrieben hättest?
  • Was findet ihr nur alle an Babylon 5?
  • Welches Thema würdest du gerne auf Twitter trenden sehen?
  • It’s reboot time! Welches Film- oder Serienfranchise würdest du mit wem in den Hauptrollen rebooten?

5 Blogger

5 Regeln

  • Verlinke die Person, die Dir das Stöckchen zugeworfen hat.
  • Beantworte die Fragen, die gestellt wurden.
  • Bewirf anschließend 5 Leute mit dem Stöckchen.
  • Gib den Personen Bescheid, dass Du sie ausgewählt hast.
  • Stelle 5 Fragen, die beantwortet werden müssen.

*Inzwischen hat der Kueperpunk darauf hingewiesen, dass dieses Spiel etwa 2007 aktuell war – ich dachte da habe es noch gar kein Internet gegeben?

Und der Prototyp geht an …

Das Gewinnspiel ist beendet. In stundenlanger Feinarbeit habe ich die Liste der Teilnehmer gepflegt, um dann mit Hilfe eines mathematischen Meisterstücks par excellence einen Sieger zu ermitteln. (Na ja, ich habe alle Interessenten in eine Google-Docs-Tabelle eingetragen, durchnummeriert und mir dann von random.org eine Zufallszahl geholt. Aber das klingt nicht dramatisch genug für einen solch ehrwürdigen Anlass.)

Und das Exemplar “Prototypen und andere Unwägbarkeiten” geht an: @LesenHoerenBlog (via Twitter). Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch!

Und vielen Dank auch an die übrigen (drei) Teilnehmer des Gewinnspiels sowie alle, die die Information darüber auf Twitter und Google+ verbreitet haben.

Noch eine Verlosung zum Welttag des Buches

Ok, es ist nicht gerade originell. Aber ich habe auch kürzlich gehört, ein Schriftsteller solle nicht immer nach dem Originellen trachten. Auf jeden Fall möchte ich anlässlich des heutigen Welttag des Buches ein Exemplar der Science-Fiction-Anthologie »Prototypen und andere Unwägbarkeiten« aus dem Begedia-Verlag verlosen, in dem neben Beiträgen von Bekanntheiten wie Uwe Post, Miriam Pharo oder Niklas Peinecke (dessen Geschichte in dieser Sammlung übrigens für den diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preis nominiert ist) auch meine Geschichte »Wunschkind« zu lesen ist.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr nichts weiter tun, als den Hashtag #ProtoBuchWiege zu twittern oder g-plussen. (Gerne könnt ihr ihn auch facebooken, pinteresten oder vauzetten aber in Ermangelung eines Accounts dort werde ich das leider nicht mitbekommen und daher werdet ihr auch nicht an der Verlosung teilnehmen.)

Die Verfasser aller Beiträge, die ich am Mittwochabend (25.04.2012, ca. 19:30 würde ich schätzen) über die Suchfunktion der beiden Dienste finde, nehmen an der Verlosung teil. Ich werde den Gewinner hier bekanntgeben und auf geeignete Weise kontaktieren, um an seine Adresse zu kommen. Das Buch geht ihm dann natürlich kostenfrei zu.

Da ich nicht in jedem Fall übereinstimmende Accountinhaber zwischen Twitter und Google+ identifizieren kann, versuche ich es auch gar nicht erst. Ich werde jeden Twitter-Account und jeden G+-Account einmal in die Lostrommel werfen. Wer also auf beiden Plattformen postet, der ist zwei Mal vertreten. Mehrfachposts innerhalb eines Netzwerks helfen aber nicht weiter.

Dies ist eine rein private Spaßaktion, es entstehen keine Verpflichtungen für die Teilnehmer aber auch keine Rechte. Insbesondere der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg.